Handlungsfelder des Innovations-Managements

In den vergangenen Jahren habe ich mich mit wesentlichen Trends beschäftigt, die auf Grund ihrer Nutzungsformen einen engen Bezug zum klassischen Radio haben. Podcasting und personalisierte Audiostreams sind zwei Beispiele. Daraus ist eine Landkarte digitaler Angebote entstanden aus der sich Handlungsfelder für das Innovationsmanagement im Radio aber auch in Medienunternehmen allgemein ableiten lassen.

Innovationsmanagement in Radiounternehmen bedeutet, drei Handlungsoptionen für Veränderungen abzuwägen.

  1. Änderung durch Modifikation des Bestehenden (Weiterentwicklung des analogen Programmes)
  2. Änderung durch Anpassung an fremde Innovationen (Adaption neuer Geschäftsmodelle)
  3. Änderung durch eigene Innovationen (Kreation neuer Content-Angebote)

Im Augenblick haben viele klassische Medienhäuser den Sprung zu eigenen Innovationen noch nicht geschafft. Im Radio setzen die meisten nur bei der Weiterentwicklung des analogen Programmes an, was den Innovationssprung hin zum Digitalradio neben vielen anderen Faktoren zusätzlich behindert.

Innovationsmanagement im Medienkontext lässt sich als „iterativer Prozess sukzessiver Annäherungen“ (Nausner, 2000) beschreiben. Durch die Identifizierung von allgemeinen Erfolgsfaktoren kann diese Annäherung, die man auch als „Try and Error“ charakterisieren könnte, erleichtert und systematisiert werden. Dies entspricht dem Beratungsansatz von Mathias Priebe – Media Concepts.

Erfolgreiches Innovationsmanagement in Medienunternehmen bedeutet aus meiner Sicht eine zielgerichtete Annäherung an nachhaltig erfolgversprechende Geschäftsmodelle, nicht etwa das bloße Ausprobieren von Neuheiten.

(Bild by Pixelio/Karin Jung)

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