Bewertung bei Kununu – und was nunu?

Für viele Chefs ist Kununu.com ein Horror. Wenn dem so ist, liegt es ganz bestimmt nicht daran, dass die Wiener Gründer dieses Internet-Startups  so grausam sind. Auch wenn sie im Werbevideo Zombies zeigen. Die Plattform zur Arbeitgeberbewertung löst in meinen Social Media Seminaren und Vorträgen mitunter pures Entsetzen aus: „Und das ist legal?“. Ja, und legitim ist es auch, wenn Internetnutzer nicht nur Schuhkäufe, All-Inclusive-Hotels oder Auktionen von privatem Krempel bewerten. Seit einigen Monaten geben Mitarbeiter öffentlich Punkte für ihre Firma und Bewerber hinterlassen Feedback, wie sie im Vorstellungsgespräch behandelt wurden. Immerhin verbringen die meisten Menschen ihr halbes Leben auf Arbeit. Warum sollte ausgerechnet dieser Bereich von öffentlicher Kritik ausgenommen sein?

Kununu.com - Social Media Plattform zur Bewertung von Arbeitgebern
Verspricht Bewerbern, den Horror vorher zur erkennen und macht damit manchen Chefs Angst: Die Social Media Plattform Kununu.com. Im YouTube-Video geht es um Horror-Jobs. (Screenshot aus dem Video, siehe unten)

Die beste Strategie: Werden Sie besser!

Es ist wie überall im Umfeld von Social Media. Die Hebelverhältnisse ändern sich. Bewerber, nicht zuletzt die heiß umworbenen Fachkräfte, erfahren im Internet alles über ihren künftigen Arbeitgeber. Wie ist das Betriebsklima? Wird gerecht und leistungsbezogen entlohnt? Welche Zusatzleistungen gibt es – vom Parkplatz bis zum Betriebskindergarten? Was sagen meine Vorgänger? Kununu macht diese Recherchen unglaublich einfach. Wer diesen Trend verschläft, muss sich nicht wundern, wenn auf Stellenanzeigen plötzlich kaum noch Bewerbungen eintrudeln.

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Welche Strategie brauchen Unternehmen jetzt? Im ersten Schritt kann jeder Personalleiter Kununu beobachten, es sei denn, die IT-Abteilung war so „clever“ und hat den Zugang zu dieser Webseite in der Firma gesperrt. Diesen Fall schilderte mir eine ratlose Personalchefin. Dann machen Sie es wie Ihre Mitarbeiter: Nutzen Sie die Plattform zu Hause oder von mobilen Geräten mit Internetzugang. Unliebsame Portale sperren, ist jedenfalls die dümmste aller Möglichkeiten im Umgang mit dieser neuen Entwicklung.

In Diskussionen über diese Internetplattform tauchen häufig die gleichen Fragen auf: Kann ich meinen Mitarbeitern Kununu verbieten? Kann ich mich juristisch gegen schlechte Bewertungen wehren? Was soll ich tun, wenn offensichtlich ungerechtfertigte Schmähkritik geübt wurde? Auf all diese Fragen gibt es eine Antwort. Vereinbaren Sie dazu ein Beratungsgespräch, bevor aus gut gemeinten Reaktionen ein echter Albtraum wird. Unternehmen brauchen gerade im Personalmarketing eine langfristige Strategie, die nicht nur auf einzelne Bewertungen schaut, sondern die gesamte Organisation fit macht für einen vollkommen transparenten Arbeitsmarkt und den neuen Wettbewerb der Firmen um die besten Köpfe.

Die neue Disziplin der Unternehmenskommunikation an der ich mit einer Reihe von Kunden arbeite, heißt HR-Social Media. In der Verknüpfung von Social Media und Human Ressource Management (Personalführung) liegt ein wesentlicher Schlüssel für den Unternehmenserfolg in den kommenden Jahren.

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